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Silverprint Hotel
La galerie nomade
« Lipstick, Champagne and Rock&Roll »
by Ursula Moutin-Katzenmeier

"Lippenstift, Stöckelschuhe, Seide, Sand, Schnee, Champagner, Paris, New York, Hotel, Schmetterlinge, Erdbeeren, Sahne, Strapse, Chelsea, Vernissage, Schokolade, Chanel N°5, Kino, Jakobsmuscheln, Sterne, Rausch, Spitzenunterwäsche, Blau und Rock & Roll…."


Voilà, eine lange unvollständige Liste mit Wörtern, die mir gefallen, aus welchen Gründen auch immer. Sie stehen für Sinnlichkeit, Genuss und Freiheit, für Leidenschaft und Sehnsucht, und irgendwie passen sie zu meinen Photographien…

« Jazz married »
Silverprints by Ursula Moutin-Katzenmeier

Mehr Dunkelheit als Licht, mehr Hindernisse als Platz. Die Bühne ist ein delikater Ort, wo der Photograph sich unsichtbar macht, um nicht den Zauber der Musik zu brechen. Ich versuche trotz dieser schwierigen Situation, einen Blick, eine Note, eine musikalische Geste einzufangen, um den Genuss und das Gefühl darzustellen, die ein Musiker in seinem fast körperlichen Verhältnis zu seinem Instrument empfindet, wenn er spielt. Ich habe Lust, diese Portraits von Musikern, die ich durch mein Objektiv gesehen habe, mit Jazzliebhabern, Kunstliebhabern oder auch nur mit einfach Neugierigen zu teilen. Wenn man die Belichtungszeiten der Portraits addiert, ergibt die Summe nicht mehr als eine halbe Sekunde von magischen und intensiven Augenblicken. Schauen Sie mal rein…

« A fleur de peau »
Silverprints by Ursula Moutin-Katzenmeier

Mein Vater hatte sich in den 70er Jahren eine Rolleiflex SL 35 gekauft mit allem, was dazu gehört : drei Carl Zeiss Objektive, ein Blitzgerät und Zwischenringe für Makroaufnahmen. Er hat dieses Material nie benutzt und 1990 hat er mir die Kamera zur Geburt meiner ersten Tochter geschenkt. Sieben Jahre später, ich erwartete mein viertes Kind, habe ich ein kleines Haus mit Garten in einem Vorort von Paris gekauft.


Der Garten bestand aus einem wunderschönen, riesigen Judasbaum, einer alten Heckenkirsche und einer Kletterrose, der Rest war Rasen. Im ersten Frühjahr habe ich einen goldgelben, einen weiβen und einen violetten Schmetterlingsbaum gepflanzt. In den nächsten Jahren kamen drei Magnolienbäume, duftende Rosenstöcke, Lilien, Hibiskussträucher, Flieder, Pfingstrosen, Bambus, Farn, Thymian und Rosmarin hinzu. Ein Olivenbaum, eine Dattelpalme und ein japanischer Zierpflaumenbaum gehören auch schon lange zu meinem Garten, der immer mehr einem tropischen Dschungel gleicht.


Und dieser kunterbunte Dschungel wurde mein Spielplatz. Ich habe angefangen winzigste Ausschnitte meines Gartens auf Farbfilmen festzuhalten. Mein Ziel war es, mit einer minimalen Tiefenschärfe Bilder an der Grenze zwischen Abbildung und Abstraktheit zu schaffen. Die Blumen sollten gerade so verschwommen sein, dass der Betrachter sie noch als solche erkennt, aber dass er sich darüberhinaus auf eine Reise in die unermessliche Formen- und Farbenwelt der Natur einlässt, wo Wirklichkeit zu Traum wird….

« Kids & Company »
Silverprints by Ursula Moutin-Katzenmeier

Groβe Augen in kleinen ernsten Gesichtern: die Kinder auf meinen Photographien lachen nur selten. In dieser Hinsicht unterscheiden sie sich von Familien- oder Werbefotos, die die Leichtigkeit und Lustigkeit des Kinderalters in den Vordergrund stellen.


Warum mich ernste, konzentrierte oder sogar misstrauische Gesichter mehr faszinieren als glückliche, weiβ ich nicht. Vielleicht hat es mit meiner eigenen Geschichte zu tun. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann sehe ich ein kleines, hübsches Mädchen mit blonden Locken, das verträumt mit einem kleinen Spielzeugkoffer in der Hand ins Leere blickt. Ein zurückhaltendes Mädchen, das an der Seite seiner lustigen Zwillingsschwester versucht hat, die Welt zu verstehen.


Ich habe die Welt betrachtet, beobachtet, und später dann habe ich angefangen meine Welt zu photographieren. Es war meine Art mit Hilfe einer Rolleiflex an dem bunten Leben um mich herum teilzunehmen, und es war ein Versuch, meine eigene verlorenen Kindheit wiederzufinden…

« Honey, what happened ? »
by Ursula Moutin-Katzenmeier

Vor einem Jahr bin ich mit der Metro Nr.6 vom Gare de Lyon zum Gare de Montparnasse gefahren. Ich hatte das Glück einen Sitzplatz in dem überfüllten Wagon zu erhaschen. Schräg gegenüber von mir saβ ein etwa 40jähriger Amerikaner, der mit irgendjemandem auf seinem Handy sprach. Und dann sagte der Mann auf eine ganz seltsame erschrockene Weise diesen Satz, der mir lange nicht aus dem Kopf gehen sollte: « Honey, what happened ? ».


Es waren weniger die Worte, als die Art, die Betonung, der Gesichtsausdruck, die diesem eigentlich banalen Satz etwas Theatralisches gaben. Meine Phantasie hat sich sofort auf die Suche nach einer Geschichte gemacht, um die Leere auszufüllen, die das ungewollte Hören des Telefongesprächs bei mir hinterlassen hatte.


Wer war am anderen Ende der Verbindung? Eine Tochter? Eine Ehefrau? Eine Geliebte? Wo war sie? In einem Hotel in Paris? In einer fernen, mittelständischen amerikanischen Kleinstadt? Und vor allem, was war passiert?


Diesen Effekt können auch Photos auf mich haben, sie können Fragen, Geschichten, Wünsche und Sehnsüchte in mir auslösen, sie zeigen ja nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit. Der Betrachter sieht nicht, was auβerhalb der abgebildeten Szene liegt, und er weiβ auch nicht, warum oder für wen das Photo gemacht worden ist.


In diesem Portfolio erzähle ich erfundene oder wirkliche Geschichten zu meinen Photographien und ich würde mich freuen, wenn sie dem Leser nicht mehr aus dem Kopf gehen, wie mir der Satz: « Honey, what happened ? »

« Wallpapers »
by Ursula Moutin-Katzenmeier

Die Photographien der Serie « Wallpapers » sind von den Themen her sehr unterschiedlich, sie haben nur das Format und den Zweck gemeinsam: Sie sind im Landschaftsformat aufgenommen und sie bieten sich deshalb als Computerbildschirmhintergrund an. Viele von ihnen haben ihre eigene Geschichte, wie zum Beispiel das Photo mit dem karamellfarbenen Kätzchen, das den Betrachter ernst aus dem Motor eines alten Citroëns heraus anblickt. Es dient mir schon seit Jahren als Bildschirmhintergrund.


Möchten Sie eines meiner Photos als Bildschirmhintergrund für Ihren Computer verwenden? Schreiben Sie mir, welches Photo Ihnen gefällt und warum, und ich sende es Ihnen gerne zu!